"Tui" (Schieben), "Na" (Greifen), "An" (Drücken) und "Mo" (Streichen) sind vier von vielen verschiedenen Grifftechniken der Tuina- oder Anmo-Massage-Behandlung. Als wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist Tuina-Massage eine der ältesten komplexen manuellen Therapien. Ihre Wirkung beruht auf der Anregung des Blut- und Energiekreislaufs über sogenannte Meridiane, mit dem Ziel, das gestörte Gleichgewicht von Yin und Yang wiederherzustellen.

Für wen ist Tuina besonders gut geeignet?

Eine Tuina Massage ist besonders gut für alle  Patienten mit Beschwerden des Bewegungsapparates geeignet.  Für Patienten, die aufgrund einer Schwäche oder wegen Nadelangst nicht akupunktiert werden können, ist Tuina eine gute Alternative. Bei älteren Menschen und Patienten, die unter einer langen, schweren Krankheit leiden, kann Tuina-Massage  die Lebensqualität günstig beeinflussen und auch bei Kindern ab dem Säuglingsalter ist Tuina  eine ebenso wirkungsvoll einsetzbare Therapiemöglichkeit.

Wie viele Behandlungen?

Die einzelne Therapiedauer ist u. a. vom Schweregrad der Beschwerden und vom Alter des Patienten abhängig. Bei hochakuten Fällen werden in der Regel  Behandlungen an drei bis fünf aufeinander folgenden Tagen ausgeführt. Sind die Beschwerden subakut, werden ca. 10 - 12 Therapiesitzungen ein- bis zweimal pro Woche vereinbart und bei chronischem Geschehen wird eine wöchentliche Behandlung über zwei bis drei Monate angesetzt. Eine den Zustand erhaltende Massage im Sinne der Prävention (Vorbeugung) kann auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.